Banken und andere Finanzinstitute sind heute mehr denn je auf externe Dienstleister angewiesen, um Effizienz, Innovation und Skalierbarkeit sicherzustellen. Insbesondere KI-Systeme werden häufig nicht ausschließlich im eigenen Haus entwickelt, sondern durch externe Anbieter bereitgestellt – sei es über Cloud-Dienstleister oder spezialisierte Technologiepartner.
Mit Inkrafttreten des EU AI Act im August 2024 wird klar: Es kommen weitere Anforderungen auf Finanzinstitute zu. Die KI-Verordnung (KI-VO) fordert von Finanzdienstleistern einen proaktiven Ansatz in Bezug auf Compliance und Risikomanagement. Das Nichtbefolgen der Vorschriften kann zu erheblichen finanziellen Sanktionen führen.
Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Finanzdienstleister die Anforderungen der KI-Verordnung genau verstehen und umsetzen, um potenzielle Risiken zu minimieren und die Vorteile der KI-Technologie sicher und effektiv zu nutzen. Das Drittparteienrisikomanagement (Third Party Risk Management, TPRM) wird damit zur zentralen Schnittstelle zwischen regulatorischer Verantwortung und operativer Umsetzung.
Bußgelder können bis zu 35 Millionen Euro oder 7 Prozent des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres betragen.