Banken und andere Finanzdienstleister verwenden seit Jahrzenten Modelle, um Risiken zu steuern oder Preise – zum Beispiel für Kredite oder Derivate – zu berechnen. Dabei besteht seit jeher die Gefahr, dass durch falsche Modelle oder eine falsche Nutzung Entscheidungen getroffen werden, die zu negativen Konsequenzen führen können, zum Beispiel zu finanziellen Verlusten. Dieses Risiko wird als Modellrisiko bezeichnet.
Dass Modellrisiken nicht zu vernachlässigen sind, zeigen viele Beispiele aus der Vergangenheit, darunter fehlerhafte Marktpreisrisikomodelle oder Modelle zur Berechnung von Sicherheiten.
Um Modellrisiken zu reduzieren und zu messen, haben Banken umfangreiche und komplexe Modell-Risiko-Management (MRM)-Ansätze etabliert. Diese Ansätze sind, wie die Modelle selbst, seit Jahren etabliert und haben sich sukzessive weiterentwickelt.