Der Erfolg jeder Maßnahme hängt von ihrer konsequenten Umsetzung ab. Knapp drei Viertel (13 von 18) der in der Studie genannten möglichen Maßnahmen zur Performance-Steigerung werden von CEOs als „sehr schwer“ oder „eher schwer“ umsetzbar bewertet. Selbst vermeintlich einfache Maßnahmen, wie das Stoppen nicht ergebnisrelevanter Initiativen, halten lediglich 50 Prozent der Befragten für leicht umsetzbar.
In der Praxis zeigt sich, dass Unternehmen oft umfangreiche Ressourcen in die Planung investieren – jedoch in der Implementierung scheitern. Eine separate Expertenbefragung von Nordantech („Shifthappens 2024“) zeigt: Nur 5 Prozent der Fachleute beobachten Umsetzungsquoten von über 80 Prozent, ein Viertel schätzt die Zielerreichung auf maximal 60 Prozent.
Der Hauptgrund: Die Umsetzung wird häufig nicht konsequent gesteuert. Oft übernimmt schlicht, wer gerade Kapazitäten frei hat – ohne die nötige fachliche Qualifikation oder klare Zuweisung von Zuständigkeiten. Das führt zu mangelnder Verbindlichkeit, inkonsistenter Steuerung und geringerer Wirkung – gerade in einem kulturellen Umfeld, das Veränderungen eher skeptisch gegenübersteht.
Was hilft: Die Einrichtung eines zentralen, starken Project Management Office (PMO) mit direkter Reportingline zum C-Level. Wichtig ist, das PMO mit Leistungsträgerinnen und Leistungsträgern zu besetzen, die über umfassende Durchgriffsrechte verfügen. Zusätzlich braucht es klare Verantwortlichkeiten bei den fachlichen Umsetzungsverantwortlichen, gezielte Incentivierung sowie kontinuierliche Erfolgskontrolle.
In der Praxis hat sich zudem der Einsatz spezialisierter Tools bewährt, um Fortschritte sichtbar zu machen, Abweichungen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegenzusteuern – und so die nachhaltige Wirkung zu sichern.