Während eine Identitäts – und Zugriffsverwaltung (Identity & Access Management – kurz IAM) bereits von vielen Finanzdienstleistern systematisch umgesetzt wird, besteht bei der Kundenidentitäts- und Zugriffsverwaltung (Customer Identity & Access Management – kurz CIAM) noch Nachholbedarf. Das ist erstaunlich: Denn ein konsequent auf Kundenbedürfnisse ausgerichtetes CIAM eröffnet Finanzdienstleistern neue attraktive Möglichkeiten der Kundengewinnung und -bindung.
Die Bedeutung von digitalen Identitäten und ihr Management steigt – und das gilt auch für den Finanzsektor: Durch ein immer größeres Angebot an Online-Leistungen erhalten Prozesse zur Authentifizierung und Autorisierung von Usern ein immer stärkeres Gewicht. In einer aktuellen Studie von Lünendonk äußerten gar 94 Prozent der Finanzdienstleister, dass sie dem Digital Identity Management einem zentralen Stellenwert beimessen, um der Gefahr von Cyberangriffen entgegenzuwirken.
Vielfach wird dabei übersehen, dass sich ein Digital Identity Management auf drei unterschiedliche Usergruppen beziehen und daher auch unterschiedliche Perspektiven einnehmen muss. Es empfiehlt sich daher, auch drei voneinander abweichende Managementsysteme aufzusetzen: ein Privileged Access Management (PAM) für privilegierte User (z. B. Administratoren), ein IAM für Mitarbeitende und Dienstleister der eigenen Organisation und ein CIAM für die Kunden der Organisation.