Charlotte Zamzow: Die Zusammenarbeit zwischen der DAK-Gesundheit und KPMG hat eine lange Historie. Im Bereich der eVerordnung reichen unsere gemeinsamen Erfahrungen bis zu frühen Pilotprojekten der elektronischen Arzneimittelverordnung zurück. Dabei wurde sehr schnell deutlich, wie hoch der Modernisierungsbedarf ist: manuelle Arbeitsschritte, Medienbrüche, lange Durchlaufzeiten und hoher Abstimmungsaufwand zwischen Ärzt:innen, Versicherten und Leistungserbringenden.
Aus einem dieser Pilotprojekte heraus entstand die Idee, ein größeres Konsortium aufzubauen. Sieben Krankenkassen, die im Markt sonst im Wettbewerb stehen, haben sich bewusst zusammengeschlossen, um Wissen zu bündeln und gemeinsam an einer digitalen Zukunft der Versorgung zu arbeiten. Das ist außergewöhnlich – und setzt ein klares Signal für mehr Interoperabilität und gemeinsame Standards.
Micha Martinet: Für uns war klar: Wir wollten keine Lösung, die nur technisch funktioniert, sondern eine, die die Versorgung spürbar verbessert. Dafür brauchten wir einen starken Partner, weil uns in diesem Themenfeld zu Beginn noch eigenes Know‑how fehlte. Die Entscheidung für KPMG basierte auf der gewachsenen Vertrauensbasis. Wir wussten, dass KPMG Struktur, Stabilität und methodische Expertise einbringt – und versteht, wie Versorgung bei der DAK im Alltag funktioniert.