Mit dem Data Act möchte die EU Innovation ankurbeln. Doch das Gesetz, das Unternehmen ab dem 12. September 2025 beachten müssen, ist umstritten.
Digitale Produkte wie Smart-Home-Geräte, Fitness-Tracker, vernetzte Fahrzeuge und Industrie 4.0-Maschinen generieren immer mehr Daten. Auch Plattformen, Cloud-Speicher und KI-Anwendungen sammeln Unmengen von Informationen. 80 Prozent dieser Daten werden laut Schätzung der EU-Kommission nicht genutzt. Das möchte die EU ändern. Die Daten könnten der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen dienen, wodurch bis 2028 ein zusätzliches BIP in Höhe von 270 Milliarden Euro entstehen könnte. Mit diesen Berechnungen hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für den Data Act im Jahr 2022 begründet. Die Idee der neuen EU-Verordnung: Daten, die bei der Nutzung smarter Produkte anfallen, gehören nicht den Herstellern der Geräte oder Maschinen, sondern sollen auch für Nutzer:innen zugänglich und nutzbar sein. Diese können die Weitergabe von Daten und Metadaten, an Dritte zu verlangen, zum Beispiel an ein Start-up oder sonstiges innovatives Tech-Unternehmen. Dies soll einen Anreiz für die Weitergabe der Daten schaffen.
Vor allem Anbieter smarter Produkte, insbesondere aus der Maschinen- und Anlagenbauindustrie, machen sich Sorgen um ihre Geschäftsgeheimnisse. Viele befürchten, dass ihre Daten für die Entwicklung von Konkurrenzprodukten genutzt werden könnten. Wir haben die Chancen und Risiken der neuen EU-Verordnung untersucht.