Der Verkauf von Kokain und Ecstasy, der Handel mit Waffen und Kinderpornografie: Das sind die üblichen Assoziationen mit dem Darknet, also dem Teil des Deep Webs, welches nicht durch die üblichen Suchmaschinen erfasst und häufig mit illegalen Handlungen in Verbindung gebracht wird. Viele Unternehmen unterschätzen die Gefahren, die von den sogenannten „hidden services“ im Darknet, den versteckten und oftmals kriminellen Angeboten, ausgehen. Denn auf illegalen Plattformen wird auch mit dem Verkauf von Daten – insbesondere Unternehmensdaten – viel Geld verdient.
Angeboten werden Mitarbeiter- und Kundendaten, Strategiepapiere von Unternehmen, Konstruktionszeichnungen, Rezepturen und andere Produktinformationen, die Geschäftsgeheimnisse darstellen. Zu bekommen sind auch E-Mail-Adressen nebst zugehörigen Passwörtern, wie Anfang des Jahres im Rahmen der „Collection 1-5“-Entdeckungen bekannt wurde.
Kaufinteressierte bezahlen Daten und zugehörige Dienstleistungen mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Neben dem Datenhandel schafft das Darknet Kriminellen auch die Möglichkeit, sich in geschützten Foren anonym über Schwachstellen in Betriebssystemen oder Sicherheitslücken bei Unternehmen auszutauschen, die sie nutzen könnten.