„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ Diese mehr als 2.000 Jahre alte Erkenntnis, die dem griechischen Philosophen Heraklit zugesprochen wird, scheint heute aktueller denn je. Der technologische Fortschritt und die zunehmende Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft verändern Absatzmärkte und Arbeitswelten in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Abläufe, wie zum Beispiel im Börsenhandel, wo Transaktionen mit Hilfe moderner Technologien in Nanosekunden abgewickelt werden, sind vom menschlichen Vorstellungsvermögen kaum noch zu erfassen.
Dieser Umstand erschwert es, bei Personen, die ohnehin Veränderungen gegenüber abgeneigt sind und gerne an Gewohntem festhalten, eine positive Einstellung gegenüber den fortwährenden und tiefgreifenden Veränderungen in Zeiten der Digitalisierung zu erreichen. Es klingt paradox, doch die Erfahrung zeigt, dass in Zeiten der zunehmenden Technisierung und Digitalisierung von Produkten und Prozessen nicht etwa technische Fragestellungen, sondern mehr denn je der Faktor Mensch über den Erfolg unternehmerischer Vorhaben entscheidet. Doch wie gelingt es sicherzustellen, dass Veränderungen von allen Beteiligten akzeptiert werden?
In der Vergangenheit haben sich die verantwortlichen Manager oftmals erfolgreich auf die bewährten Modelle aus dem Bereich der Organisationsentwicklung – allen voran sind hier John Paul Kotters 8-Phasen-Modell und das zugrunde liegende 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin zu nennen – verlassen. Anders als noch vor einigen Jahren lässt sich die schrittweise Umsetzung eines tiefgreifenden und nachhaltigen Wandels in einer starren Prozessfolge heute aufgrund der deutlich erhöhten Frequenz von Veränderungen und der Überlappung der damit verbundenen Prozesse jedoch immer seltener durchhalten. Um einen nachhaltigen Erfolg im Rahmen der digitalen Transformation gewährleisten zu können, muss sich daher auch das Change Management wandeln.
Unsere Change-Experten Mariusz Bodek und Hendrik Hertel blicken auf die aktuellen Herausforderungen im Change Management und beschreiben die Stellschrauben, mit denen die erfolgreiche Begleitung von Veränderungen im digitalen Zeitalter gelingt. Fünf fundamentale Einflussfaktoren prägen das „neue“ Veränderungsmanagement: