Stellen Sie sich vor, Sie verwahren Ihre Wertsachen im Gartenhaus, während Haus und Wohnung bestens gesichert sind. Genau so arbeiten viele Finanzinstitute heute noch mit Testdaten: Die produktiven Systeme sind stark geschützt, doch in den weniger abgesicherten Testumgebungen liegen oft echte Kundendaten. Trotz hoher Sicherheitsinvestitionen entsteht ausgerechnet dort das größte Risiko, wo es am wenigsten erwartet wird.
Ein Datenleck kostet deutsche Unternehmen laut IBM durchschnittlich 3,87 Mio. Euro. Unternehmen investieren daher viel, um produktive Umgebungen ausreichend zu schützen. Diese Investition lohnt sich jedoch nicht, wenn produktive Daten zum Testen auf weniger gut gesicherte Entwicklungs- und Testumgebungen kopiert werden. Abseits des Informationssicherheitsrisikos machen sich Finanzinstitute gegenüber Behörden verletzlich. Eine fehlende Anonymisierung ist ein Compliance-Risiko, denn das Speichern und Verarbeiten von Echtdaten auf nichtproduktiven Umgebungen ist für Finanzinstitute explizit verboten.