Die Studie zeigt, dass führende internationale Institute Kompetenzen, Partnerschaften und Patentportfolios gezielt aufbauen, während große Teile des Marktes noch in der Orientierungsphase verharren.
Da Migrationen – insbesondere im Bereich Kryptografie – komplex und mehrjährig sind, lässt sich ein später Einstieg kaum kompensieren.
Unsere Autorinnen und Autoren zeigen deshalb, wie Finanzdienstleister Quantenrisiken strukturiert adressieren, Chancen gezielt prüfen und organisatorische Voraussetzungen systematisch aufbauen können.
Im Mittelpunkt steht dabei der Quantum Navigator. Er hilft Finanzinstituten,
- den eigenen Reifegrad im Umgang mit Quantencomputing einzuordnen,
- sicherheitskritische Handlungsfelder zu identifizieren,
- relevante Anwendungsfelder zu bewerten,
- interne und externe Kompetenzen zu strukturieren,
- Prioritäten entlang regulatorischer und technologischer Zeitachsen abzuleiten und
- konkrete nächste Schritte für Technologie-, Risiko- und Innovationsmanagement zu definieren.
Entscheidend ist nicht, dass jedes Finanzinstitut sofort tiefes Quantum-Know-how intern aufbaut. Entscheidend ist die Fähigkeit, relevante Problemstellungen zu erkennen, passende Partner einzubinden, Risiken frühzeitig zu begrenzen und Entscheidungen entlang eines klaren Zeitfensters zu treffen.
Denn Quantencomputing ist kein fernes Innovationsfeld mehr. Es ist ein maßgeblicher Einflussfaktor für Sicherheit, Effizienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit im Finanzsektor.