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      Quantencomputing hat 2026 die Schwelle von der Zukunftstechnologie zur Managementrealität überschritten. Für Finanzdienstleister entsteht daraus eine doppelte Herausforderung: Bestehende kryptografische Infrastrukturen sind rechtzeitig abzusichern, während zugleich erste Anwendungsfelder mit messbarem Mehrwert entstehen.

      Damit wird Quantencomputing zu einem strategischen Managementthema – technologisch, regulatorisch, organisatorisch und wettbewerblich.

      Genau diese Doppelperspektive analysiert die Studie „Quantum is now“. Gemeinsam mit den Trend- und Technologieberater:innen von TRENDONE untersuchen unsere Expertinnen und Experten den Status quo im Finanzsektor, bewerten den aktuellen Branchenreifegrad, analysieren Chancen und Hürden und leiten konkrete Handlungsfelder ab.

      Ein zentrales Element der Studie ist der Quantum Navigator: ein praxisorientiertes Instrument, das Finanzinstitute dabei unterstützt, ihre Ausgangslage einzuordnen, relevante Handlungsfelder zu priorisieren und nächste Schritte strukturiert abzuleiten.


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      Studie

      "Quantum is now" - Praxisorientierte Studie zu Quantum Business Opportunities

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      Quantencomputing 2026: Zentrale Erkenntnisse im Überblick

      Die Studie zeigt: Auf der Risikoseite ist Quantencomputing bereits folgenreich. Neue Angriffsszenarien, langfristig gefährdete Datenbestände und verbindliche regulatorische Zeitachsen erhöhen den Handlungsdruck für Finanzunternehmen deutlich.

      Auf der Chancenseite hingegen dominieren noch Pilotprojekte und stetiger Kompetenzaufbau. Gleichzeitig nimmt das Entwicklungstempo spürbar zu. Quantencomputing ist deshalb im Zusammenspiel mit Cybersecurity, KI, Cloud, Hochleistungsrechnen, Dateninfrastruktur und regulatorischen Anforderungen zu betrachten.

      Zahlen, Daten und Fakten aus dem Marktumfeld

      Ausgewählte Markt-, Technologie- und Regulierungsbefunde zeigen, warum Quantencomputing für Finanzdienstleister bereits heute relevant ist.

      • Erhebungen im europäischen Unternehmensumfeld zeigen: Nur vier Prozent der befragten Unternehmen verfügen aktuell über eine Quantencomputing-Strategie.
      • Aktuelle Expertenschätzungen sehen kryptografisch relevante Quantencomputer innerhalb der nächsten zehn Jahre als realistisches Szenario.
      • Im Bereich kritischer Infrastrukturen wurden bislang nur vereinzelt erste Schutzmaßnahmen initiiert; der Anteil liegt aktuellen Einschätzungen zufolge unter 20 Prozent.
      • In einzelnen Finanzanwendungen zeigen quantum-basierte Ansätze bereits Ergebnisverbesserungen von bis zu 34 Prozent.
      • Regulatorische Zeitachsen erhöhen den Handlungsdruck: Hochrisiko-Systeme sollen bis 2030 auf quantensichere Kryptografie umgestellt sein; die vollständige Migration der IT-Landschaft ist bis 2035 vorgesehen.

      Neue Gefahren, neue Effizienzpotenziale: Was Quantencomputing für Finanzdienstleister verändert

      Quantencomputing verändert bereits heute strategische Entscheidungslogiken. Für Finanzinstitute lautet die entscheidende Frage nicht mehr, ob die Technologie relevant wird, sondern wann, wo und mit welcher Wirkung sie bestehende Geschäftsmodelle, Sicherheitsarchitekturen und Wertschöpfungsprozesse beeinflusst.

      Besonders akut ist der Handlungsdruck auf der Sicherheitsseite. Daten mit langfristigem Schutzbedarf – etwa aus Kreditverträgen, Versicherungen oder Kundenportfolios – können bereits heute abgefangen und zu einem späteren Zeitpunkt entschlüsselt werden. Dieses sogenannte Harvest-now-decrypt-later-Risiko verschiebt die Prioritäten: Die Vorbereitung auf Post-Quantum-Kryptografie ist keine spätere IT-Aufgabe, sondern eine aktuelle Managemententscheidung.

      Parallel dazu zeigen erste Praxisbeispiele, dass Quantencomputing auch wirtschaftliche Potenziale eröffnet – allerdings selektiv und in klar abgegrenzten Anwendungsfeldern. Besonders relevant sind Optimierung, Simulation, Mustererkennung und datenintensive Prognosen. Der größte Hebel liegt dabei nicht in isolierten Quantenanwendungen, sondern in hybriden Architekturen, die klassische Rechenleistung, KI und Quantencomputing gezielt kombinieren. Für Finanzdienstleister geht es daher weniger um technologische Experimente um ihrer selbst willen, sondern um die systematische Prüfung konkreter Problemstellungen mit strategischem Nutzen.

      Wie Finanzunternehmen das Quantencomputing-Management optimieren können

      Die Studie zeigt, dass führende internationale Institute Kompetenzen, Partnerschaften und Patentportfolios gezielt aufbauen, während große Teile des Marktes noch in der Orientierungsphase verharren. 

      Da Migrationen – insbesondere im Bereich Kryptografie – komplex und mehrjährig sind, lässt sich ein später Einstieg kaum kompensieren. 

      Unsere Autorinnen und Autoren zeigen deshalb, wie Finanzdienstleister Quantenrisiken strukturiert adressieren, Chancen gezielt prüfen und organisatorische Voraussetzungen systematisch aufbauen können. 

      Im Mittelpunkt steht dabei der Quantum Navigator. Er hilft Finanzinstituten,

      • den eigenen Reifegrad im Umgang mit Quantencomputing einzuordnen,
      • sicherheitskritische Handlungsfelder zu identifizieren,
      • relevante Anwendungsfelder zu bewerten,
      • interne und externe Kompetenzen zu strukturieren,
      • Prioritäten entlang regulatorischer und technologischer Zeitachsen abzuleiten und
      • konkrete nächste Schritte für Technologie-, Risiko- und Innovationsmanagement zu definieren.

      Entscheidend ist nicht, dass jedes Finanzinstitut sofort tiefes Quantum-Know-how intern aufbaut. Entscheidend ist die Fähigkeit, relevante Problemstellungen zu erkennen, passende Partner einzubinden, Risiken frühzeitig zu begrenzen und Entscheidungen entlang eines klaren Zeitfensters zu treffen.

      Denn Quantencomputing ist kein fernes Innovationsfeld mehr. Es ist ein maßgeblicher Einflussfaktor für Sicherheit, Effizienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit im Finanzsektor.

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