In vielen Unternehmen lässt sich nicht lückenlos beantworten, wer auf welche Geschäftsanwendung, Cloude-Dienste oder Unternehmenssysteme, seit wann und mit welcher Berechtigung zugreift. Verwaiste Konten, zu hohe Berechtigungen und siloartig betriebene Anwendungen erhöhen das Risiko für Sicherheit und Compliance. In der Cloud verschärft sich dies, weil dort Zugriffe schneller und verteilter entstehen, als bestehende Prüfungen sie erfassen. Unser Whitepaper „Three Steps to Application Access Governance Maturity", gemeinsam mit Saviynt, einem Anbieter von cloudnativen Identity- und Access-Management-Lösungen (IAM), verfasst, beschreibt dafür ein dreistufiges Reifegradmodell: Get Clean, Stay Clean, Optimise.
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Get Clean: Wo stehen aktuell die Zugriffsrechte?
Am Anfang steht eine verlässliche Ausgangsbasis. Dafür führen Unternehmen die Zugriffsdaten aller wichtigen Anwendungen zusammen und schaffen eine einheitliche Sicht auf Identitäten, Rollen und Berechtigungen. So werden zu hohe Berechtigungen und kritische Rechtekombinationen sichtbar, beispielsweise wenn eine Person Rechnungen zugleich anlegen und freigeben kann. Diese Funktionstrennungskonflikte werden bereinigt und klare Verantwortlichkeiten für Rollen und Berechtigungen festgelegt.
Stay Clean: Was hält die Ordnung stabil?
Eine einmal bereinigte Basis verändert sich mit jedem Eintritt, Wechsel und Austritt (Joiner-Mover-Leaver). Damit sie stabil bleibt, werden Berechtigungen automatisch vergeben, angepasst und entzogen, sobald sich die Rolle oder der Beschäftigungsstatus ändert. Laufende Prüfungen und Freigabe-Workflows verhindern kritische Rechtekombinationen im Vorfeld, regelmäßige Rezertifizierungen halten den Bestand aktuell. Die Steuerung wird so Teil des täglichen Betriebs statt einer nachgelagerten Aufgabe.
Optimise: Womit lässt sich die Steuerung laufend verbessern?
Mit einer stabilen Basis lässt sich das Zugriffsmanagement datenbasiert steuern. Zugriffsanfragen und Rollenänderungen werden schon vor der Freigabe mit Hilfe von kontinuierlichem Access Analytics und Role Engineering auf mögliche Konflikte geprüft, Rollen an den tatsächlichen Aufgaben (Least Privilege) ausgerichtet und der Reifegrad über Kennzahlen messbar gemacht. Auf dieser Grundlage lassen sich Berechtigungen kontinuierlich verbessern und Kosten im Blick behalten.
Das Whitepaper beschreibt das dreistufige Framework Schritt für Schritt und zeigt, wie sich Get Clean, Stay Clean, Optimise im eigenen Unternehmen anwenden lässt. Es erläutert die Aufgaben je Stufe, ordnet Rollen und Verantwortlichkeiten ein und benennt die Kennzahlen, an denen sich der Reifegrad ablesen lässt.
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Ihre Ansprechperson
Dr. Florian Kohlar
Partner, Consulting - Cyber Security & Resilience
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft