Es sind gleich mehrere Faktoren gleichzeitig, die derzeit die Immobilienbranche belasten – und mit ihr die Lage der offenen Immobilienfonds. Für die fundamentale Nachfrage nach Gewerbefläche ist die schwache wirtschaftliche Entwicklung eine Herausforderung. So hat es selbst bei Logistikimmobilien – einem Sektor, der von strukturellen Veränderungen wie E-Commerce und Nearshoring profitiert – im vergangenen Jahr einen Rückgang beim Flächenumsatz gegeben. Das Segment Büroimmobilien spürt den starken Fokus auf Kosten, wodurch sich Entscheidungen zu Umzügen verzögern.
Die jüngst wieder gestiegenen Bauzinsen beeinflussen vor allem den Wohnungsbau negativ. Das damit noch knapper werdende Angebot wird zu weiter steigenden Mieten führen. Und es bleibt abzuwarten, ob die neue Bundesregierung Mietpreisbremsen forcieren wird. Grundsätzlich wird das gestiegene Zinsniveau den Transaktionsmarkt bremsen, da potenzielle Käufer aufgrund der höheren Zinsen niedrigere Kaufpreise erwarten.