Alle wissen, dass in 20, 30 Jahren wahrscheinlich überwiegend elektrisch betriebene Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein werden. Und doch: Die deutsche Automobilbranche tut sich schwer mit der Transformation ihres Geschäftsmodells, das wohl wie kein anderes das Label „Made in Germany“ repräsentiert. Asiatische Anbieter sind längst weiter, was die Entwicklung von E-Fahrzeugen angeht.
Das Bewältigen dieser Transformation schüttelt die Autoindustrie grundlegend durch und führt zu Umsatz- und Verkaufseinbrüchen. Und als wäre das nicht schon genug, muss sich die Autoindustrie auch mit der Einführung von Strafzöllen beschäftigen. Die Europäische Union (EU) hat Strafzölle für E-Autos beschlossen, die in China produziert werden. In großem Maße davon betroffen: Die deutsche Autoindustrie, die Teile ihrer E-Flotten in China produzieren lässt beziehungsweise mit chinesischen Partnern zusammenarbeitet. Die deutsche Politik hatte sich zwar gegen die Zölle ausgesprochen, konnte sich mit der ablehnenden Haltung in Europa jedoch nicht durchsetzen.
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Schwere Zeiten also für die Autobauer – besonders für die deutschen. Unser Head of Automotive, Dr. Andreas Ries, sieht die von der EU verhängten Strafzölle ebenfalls kritisch. Im Interview ordnet er die Situation ein und sagt, was ihm mit Blick auf die deutsche Automobilindustrie zuversichtlich stimmt.