Gebaut wird immer – das war auch während der Corona-Krise nicht anders. Im Gegensatz zu vielen anderen Branchen haben Unternehmen aus dem gesamten Bausektor (Hochbau und Tiefbau) die Krise kaum zu spüren bekommen und sind seit Jahren extrem gut ausgelastet. Selbst Absagen oder Verschiebungen von Projekten sorgten nicht für eine Entspannung. Diese Situation führt dazu, dass für Infrastruktur-Unternehmen die Sicherung ausreichender Ressourcen, insbesondere Tiefbauressourcen, ein absolutes Fokusthema ist und bleiben wird.
Die Tiefbauunternehmen in Deutschland stehen an einem Scheidepunkt: Die tradierten Wege führen dazu, dass Kosten bei Tiefbauleistungen immens steigen, bis hin zu Baustopps mangels Ressourcen. Nur wer jetzt die Zukunft gestaltet und sein Unternehmen entsprechend ausrichtet, wird in den kommenden Jahrzehnten die geplanten und notwendigen infrastrukturellen Projekte umsetzen können. Es gilt bereits heute Ressourcen zu sichern und dabei neue Wege zu gehen.
Fehlende Nachfolge und Nachwuchsmangel bei den bestehenden Tiefbauunternehmen werden zu weiterer Angebotsverknappung führen und Reaktionen wie Insourcing, Internationalisierung sowie Entbündelung von Gewerken auf Nachfrageseite forcieren. Hinzu kommen Fragestellungen rund um das Thema Umwelt und ESG.