Die andauernden Konfliktherde in der Ukraine und in Nahost sowie die Entwicklungen zwischen China und Taiwan sorgen weiter für ein angespanntes politisches, wirtschaftliches und regulatorisches Umfeld. Das setzt auch Finanzdienstleister unter Druck. Die Risiken haben sich noch nicht vollständig in den Kreditportfolien niedergeschlagen.
Allerdings zeigen die jüngsten Zahlen der European Banking Authority (EBA Risk Dashboard) weiter steigende Bestände von notleidenden Kreditportfolien (Non-performing Loans, NPLs). Sie beliefen sich zum 31. März 2024 bei deutschen Kreditinstituten auf 39,8 Milliarden Euro (31. März 2023: 31,8 Milliarden Euro). Die Kreditqualität wird also weiter schlechter.
Eine weitere Möglichkeit stellt der Verkauf von notleidenden Kreditportfolios dar. Ein Verkauf bietet Kreditinstituten die Chance, ihre Bilanzen zu bereinigen und finanzielle Stabilität sicherzustellen. Das ermöglicht es ihnen auch, sich auf ihre rentabilitätsstarken Geschäftsfelder zu konzentrieren, Kapazitäten für Innovationen zu nutzen und Risikopositionen zu reduzieren.
Gerade im aktuellen Umfeld entstehen so wichtige Handlungsspielräume. Üblicherweise durchläuft eine Transaktion sechs Phasen, die alle sorgfältig vorbereitet sein sollten, um einen Verkauf erfolgreich abzuschließen.