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      Carve-outs scheitern selten sichtbar. In den meisten Fällen läuft der Prozess formal erfolgreich – und trotzdem bleibt ein erheblicher Teil des potenziellen Werts ungenutzt. Genau hier setzt unsere englischsprachige Studie „Winning the Carve-out Relay“ an: Sie zeigt, dass Wertverluste häufig nicht durch den Deal selbst entstehen, sondern durch falsche oder fehlende Entscheidungen zu Beginn.

      Der prägende Fehler ist dabei immer derselbe: Unternehmen starten zu früh in die Detailarbeit – und zu spät in die strategische Klärung.

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      Winning the carve-out relay: From team selection to the finish line

      Designing, executing and winning consumer and industrials carve-outs

      Wert entsteht vor dem Transaktionsprozess

      Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die Bedeutung der frühen Phase. Der Erfolg eines Carve-outs entscheidet sich nicht erst im Verkaufsprozess, sondern bereits in der strategischen Vorbereitung. 

      Unternehmen, die zeitig Klarheit über den künftigen Zielzustand des auszugliedernden Geschäfts schaffen, können dessen Eigenständigkeit überzeugender darstellen. Dazu zählen ein klar definierter Transaktionsobjekt, nachvollziehbare finanzielle Abgrenzungen sowie ein belastbares Geschäftsmodell.

      Carve-outs als Transformationsanlass nutzen

      Carve-outs entfalten ihren vollen Wert, wenn sie nicht nur als Trennung verstanden werden. Erfolgreiche Unternehmen nutzen sie gezielt als Hebel, um Strukturen zu hinterfragen, Prozesse zu vereinfachen und Verantwortlichkeiten neu zu ordnen.

      Der richtige Carve-out-Ansatz

      Ob vollständige Abspaltung, teilweise Eigenständigkeit oder schrittweiser Übergang: Die Studie zeigt, dass es keinen universell richtigen Carve-out-Ansatz gibt. Die optimale Lösung hängt von strategischer Zielsetzung, organisatorischer Ausgangslage und Transaktionskontext ab. Erfolgreiche Unternehmen treffen diese Grundsatzentscheidungen zeitig und reduzieren damit operative Risiken im weiteren Verlauf.

      Operative Trennung als kritischer Erfolgsfaktor

      Neben der strategischen Ausrichtung ist die operative Umsetzung wichtig. Technologie/IT, Daten, Lieferketten und Mitarbeitende stehen dabei im Mittelpunkt. Eine unzureichend vorbereitete Separation verlängert operative Abhängigkeiten und beeinträchtigt die Handlungsfähigkeit beider Organisationen. Eine klare Trennungslogik und transparente Verantwortlichkeiten schaffen dagegen Stabilität und Vertrauen – intern wie extern.


      FAQ – kurz & sachlich

      Ein Carve-out bezeichnet die Abtrennung eines Geschäftsbereichs aus einem bestehenden Unternehmen, mit dem Ziel einer eigenständigen Weiterführung oder Veräußerung.

      Weil zentrale strategische Entscheidungen zu spät getroffen werden und der Prozess zu stark von Finanzperspektiven getrieben ist.

      Eine zeitige Klärung von Zielbild, Kauflogik und Trennungsansatz – noch vor der operativen Umsetzung.

      Die Wahl der Monetarisierungslogik und des Carve-out-Ansatzes, da sie alle weiteren Schritte beeinflussen.

      Weil spätere Anpassungen deutlich aufwändiger sind und oft nicht mehr vollständig greifen.

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      Ihre Ansprechperson

      Dr. Jesco Willms

      Partner, Performance & Strategy, Head of Integration & Separation

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft