- 82 Prozent der Unternehmen bewerten KI im ESG‑Kontext als hoch oder sehr hoch relevant, im Bereich Governance, Risk und Compliance (GRC) sind es 66 Prozent
- Gleichzeitig nutzen KI bislang nur 25 Prozent der Unternehmen im ESG‑Umfeld aktiv, im GRC‑Kontext 13 Prozent
- 86 Prozent sehen Effizienzsteigerungen als größten Mehrwert von KI
- Die größten Hürden sind Datenqualität (71 Prozent), Anforderungen an Sicherheit und Compliance (54 Prozent) sowie fehlendes internes Know-how (49 Prozent)
Berlin, 24. Juni 2026
Künstliche Intelligenz gilt für Unternehmen als zentraler Hebel, um steigende Anforderungen in den Bereichen ESG sowie Governance, Risk und Compliance (GRC) zu bewältigen. In der operativen Praxis bleibt ihr Einsatz jedoch begrenzt. Zwar bewerten 82 Prozent der Unternehmen KI im ESG‑Kontext als hoch oder sehr hoch relevant, im GRC‑Bereich sind es 66 Prozent. Gleichzeitig setzt bislang nur jedes vierte Unternehmen KI im ESG‑Umfeld aktiv ein, im GRC‑Kontext etwa jedes achte. Das zeigt die Studie „KI in Nachhaltigkeit und Governance: Risiken steuern, Compliance sichern“ der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, basierend auf einer internationalen Befragung von 157 Unternehmen.
KI-Einsatz steigert Effizienz, stößt aber auf strukturelle Hürden
Der KI-Einsatz konzentriert sich auf klar strukturierte und datenintensive Aufgaben. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen setzen KI im Reporting, Datenmanagement sowie in Compliance‑ und Prüfprozessen ein. Der Fokus liegt dabei klar auf operativen Effekten: 86 Prozent der Unternehmen sehen Effizienzsteigerungen als größten Mehrwert, 69 Prozent die Unterstützung bei regulatorischen Anforderungen.
Als Treiber für Innovation oder neue Geschäftsmodelle spielt KI hingegen bislang kaum eine Rolle. Nur 23 Prozent der Unternehmen im ESG‑Kontext und 13 Prozent im GRC‑Bereich sehen hier ein relevantes Potenzial. Der KI‑Einsatz bleibt damit überwiegend auf die Optimierung bestehender Prozesse beschränkt.
Die größten Hemmnisse liegen dabei nicht in der Technologie selbst, sondern in den Voraussetzungen. 71 Prozent der Unternehmen nennen eine unzureichende Datenqualität als zentrale Hürde für den KI‑Einsatz. Zudem sehen 54 Prozent hohe Anforderungen an Sicherheit und Compliance als wesentliches Hindernis, 49 Prozent verweisen auf fehlendes internes Know‑how. Fragmentierte Systeme und organisatorische Barrieren verhindern, dass KI über einzelne Anwendungsfälle hinaus skaliert wird.
Damit KI breiter eingesetzt werden kann, müssen Unternehmen die Voraussetzungen für eine konsistente Nutzung von ESG- und GRC-Daten schaffen und die Technologie stärker in bestehende Prozesse integrieren.
Weitere Informationen sowie die Studie zum Download finden Sie auf unserer Themenseite: KI für Nachhaltigkeit, Governance und Compliance: Von ersten Anwendungen zur breiten Nutzung
Kontakt für die Presse
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Lisa Meier
T +49 89 9282 6632
lisameier@kpmg.com
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