Wenn öffentlichkeitswirksam die Klimasünder angeprangert werden, bleibt ein Bereich häufig außen vor – überraschenderweise. Schätzungen zufolge verursacht der Immobilienbereich rund 38 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. In den vergangenen Jahren hat die Politik zwar über Fördermaßnahmen und Auflagen versucht, diesen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel zu bewegen. KfW-Standards, Passivhäuser, Wärmedämmung und Wärmepumpen sind dabei nur einige der Schlagworte. Viele der Maßnahmen waren bisher aber eher Stückwerk.
Um die Klimaziele zu erreichen, wird der Gebäudesektor in weit stärkerem Maße gefordert sein. Nachhaltigkeitskriterien im gesamten Lebenszyklus von Immobilien werden künftig relevant – von der Planung von Neubauten, der Sanierung von Bestandsimmobilien bis hin zur Akquisition von Investoren sowie der Vermietung und den Betrieb. Denn bislang hat vor allem dieser Wirtschaftsbereich die Ziele des Klimaschutzgesetzes verfehlt.