1. Binden Sie den Self-Service Hub in die gesamte Kundeninteraktionsstrategie ein
Self-Service ist ein wichtiger Teil der Kundeninteraktion und sollte als ergänzendes Support-Angebot betrachtet werden. Er sollte deshalb integriert und nicht isoliert von den übrigen Service-Kanälen betrieben werden, um eine nahtlose Kundenbetreuung zu gewährleisten. Der Self-Service Hub sollte auf die spezifischen Personas und Customer Journeys abgestimmt werden und gezielte Absprungpunkte zu anderen Touchpoints bieten (z. B. von der App oder sozialen Netzwerken zum Livechat oder Callcenter), um Kundinnen und Kunden zur Lösung ihrer Probleme zu führen und Churn zu vermeiden. Der Self-Service Hub kann typischerweise nicht helfen, wenn Kundinnen und Kunden ihre Probleme nicht klar äußern können, aus Berechtigungsgründen nicht selbst lösen dürfen oder vor zeitkritischen Problemen bzw. sogar vor mehreren Fragen stehen, die durch Expertensupport in Teilfragestellungen heruntergebrochen werden müssen.
2. Identifizieren Sie häufig vorkommende Kundenprobleme, die eine standardisierte Antwort erfordern
Der Self-Service Hub sollte sich auf häufig auftretende Kundenprobleme konzentrieren, die schnell und einfach gelöst werden können. Identifizieren Sie diese Pain Points durch Analyse von Kundenanfragen und -beschwerden sowie anderen Quellen wie Foren, Social Media und Kundenbefragungen. Dies sollte regelmäßig durchgeführt werden, um Themen zu identifizieren, zu denen neue Hilfebeiträge erstellt werden müssen. KI-Lösungen können hierbei helfen, indem sie Supporttickets durchsuchen und beliebte Themen ermitteln. Anschließend können vorhandene Beiträge automatisch durchsucht werden, um festzustellen, ob diese Themen bereits abgedeckt sind. Die KI empfiehlt dann die Erstellung neuer oder die Aktualisierung bestehender Beiträge.
3. Strukturieren Sie Ihre Inhalte so, dass Kundinnen und Kunden innerhalb kürzester Zeit zum Ergebnis kommen
Sind Ihre Kundinnen und Kunden einmal auf den Self-Service Hub gelangt, benötigen sie zuerst einen einfachen Kontaktpunkt (z. B. eine zentral positionierte Suchleiste), wo sie ihren Bedarf kommunizieren können. Zusätzlich kann eine Markierung der beliebtesten Kundenfragen helfen. Eine intelligente Suchfunktion kann prädiktiv relevante Pain Points vorschlagen bzw. Eingaben vervollständigen. Anschließend gilt es, zur Suche passende Suchergebnisse auszuspielen. Alle diese Schritte erfordern eine enge fachliche und technische Abstimmung für eine erfolgreiche Umsetzung. Ein Hilfeartikel sollte anschließend mit möglichst wenig Text kurz und klar Antworten auf die Frage Ihrer Kundschaft liefern – Checklisten können hier häufig Hilfe leisten, um Informationen zu strukturieren. Direkte Verlinkungen zu Formularen sorgen zusätzlich für eine schnelle Lösungsfindung Ihrer Kundschaft. Sofern Sie Ihre Kundinnen und Kunden mit zu viel Information überfordern, schrecken diese vor der vermeintlichen Komplexität zurück und verlassen den Self-Service Hub. Beugen Sie diesem Customer Churn proaktiv vor und binden Sie technologische Unterstützung durch Chatbots ein, sofern Ihre Kundschaft länger als gedacht auf einer Seite verweilt.
4. Sorgen Sie für hohe Auffindbarkeit Ihres Self-Service Hub
Neue Touchpoints haben zu Beginn häufig keine großen Effekte – Kundinnen und Kunden müssen erst darauf aufmerksam werden und verstehen, was sie dort erwartet. Daher sollten Sie Ihren digitalen Self-Service Hub mit kommunikativen Maßnahmen bewerben – Suchmaschinenoptimierung (SEO), In-App Push Notifications, Mailings („Wussten Sie schon …“), Hinweise beim Gespräch mit Callcenter-Agentinnen und -Agenten und relevante Verlinkungen von und zu anderen Kanälen sind nur einige Beispiele dafür. Kundinnen und Kunden sollten wissen, dass der Self-Service Hub die erste Anlaufstelle für einfache Fragen ist.
5. Messen Sie die Kundenzufriedenheit mit Ihren Inhalten und leiten Sie aus dem Feedback Verbesserungsmaßnahmen ab
Erfolgreiche digitale Produkte und Touchpoints zeichnen sich durch kontinuierliche Weiterentwicklung auf Basis von Customer-Experience-Messungen („Voice of Customer“) aus. Fragen Sie Ihre Kundschaft daher aktiv nach Feedback an entscheidenden Stellen wie auf Artikelseiten, z. B. durch eine Kommentarfunktion oder quantitative Sternebewertung. Setzen Sie zusätzlich zur Zufriedenheitsmessung (CSAT) auch auf differenzierte Fragestellungen wie beispielsweise den wahrgenommenen Aufwand Ihrer Kundschaft (Customer Effort Score). Setzen Sie auf State-of-the-Art Customer Experience Software, um Kundenfeedback gezielt durch weitergehende Daten anzureichern (z. B. Nutzungsraten und Abbruchquoten), ganzheitlich zu analysieren und daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten, um den Hub im Sinne Ihrer Kundschaft kontinuierlich zu optimieren.