Das Einkaufsverhalten im deutschen Lebensmittelhandel verändert sich grundlegend – nicht nur durch transaktionale Elemente wie Preisbewusstsein oder Digitalisierung, sondern zunehmend auch durch den individuellen Ernährungsstil. Ob omnivor, vegetarisch oder vegan: Wie Menschen essen, beeinflusst, wie oft, wo und mit welchen Erwartungen sie einkaufen. Besonders pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen an Bedeutung, vor allem bei jungen, urbanen Konsument:innen. Diese Ernährungsweise führt zu einer höheren Einkaufsfrequenz und einer stärkeren Nutzung von Bioläden und alternativen Formaten. Zudem zeigt sich eine erhöhte Sensibilität für Nachhaltigkeit und digitale Services.
Repräsentative Umfrage geht unserem Einkaufsverhalten nach
Die aktuelle Ausgabe des Consumer Barometers beleuchtet diese Veränderungen auf Basis einer repräsentativen Befragung von 2.000 Konsument:innen. Die Studie liefert ein umfassendes Lagebild über das „Wer, Was, Wo, Wie und Warum“ des Einkaufens mit klaren Differenzierungen nach Demographie und Ernährungsstil. Das Ergebnis ist ein hochaktuelles Profil deutscher Konsumrealitäten im Lebensmittelbereich, das weit über klassische Markttrends hinausgeht.
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Consumer Barometer 02/2025 zum Thema „Einkaufsverhalten im Lebensmittelhandel“
Jetzt herunterladenStephan Fetsch
Partner, Deal Advisory, EMA und German Head of Retail & Consumer Goods
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ein Blick auf wesentliche Erkenntnisse
- Nahezu drei Viertel der Bevölkerung ernähren sich entweder omnivor (57,5 Prozent) oder flexitarisch (16,7 Prozent).
- Veganer:innen kaufen 3,37-mal, Vegetarier:innen 3,11-mal pro Woche im Lebensmitteleinzelhandel ein – Omnivore 2,70-mal.
- Nähe (89,6 Prozent), Preis-Leistung (87,6 Prozent) und Sortimentsbreite (84,8 Prozent) sind Top-Faktoren bei der Wahl der Einkaufsstätte.
- Supermärkte (80,6 Prozent) und Discounter (79,2 Prozent) dominieren bei der Besuchshäufigkeit insgesamt, Bioläden bei Veganer:innen (48,4 Prozent) und Vegetarier:innen (36,2 Prozent) besonders beliebt.
- App-Rabatte werden von 71,2 Prozent bei der Einkaufsvorbereitung genutzt – der klassische Handzettel nur noch von 54,9 Prozent. Lebensmittel-Lieferdienste werden von 21 Prozent genutzt.
- Der klassische Einkaufszettel spielt für die Konsument:innen noch eine Rolle (31,9 Prozent) - Apps holen deutlich auf, vor allem bei Jüngeren (35,7 Prozent).
Einkaufen als Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen
Die Studienergebnisse zeigen: Ernährung ist längst nicht mehr nur Geschmackssache. Sie ist Ausdruck von Haltung, Gesundheit, Alltagstauglichkeit – und sie verändert, wie wir konsumieren. Für Händler und Hersteller eröffnet das neue Möglichkeiten der Sortimentsgestaltung und Zielgruppenansprache
Entdecken Sie die umfassenden Erkenntnisse im aktuellen Consumer Barometer.