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Chief Data Officer (CDO) im Financial Services Bereich übernehmen eine zentrale Rolle bei der Verwaltung und Nutzung von Daten als strategische Ressource. Ihre Verantwortlichkeiten umfassen die Entwicklung und Implementierung von Datenstrategien, die Sicherstellung der Datenqualität und -sicherheit sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. CDOs sind maßgeblich daran beteiligt, Datenanalysen und -innovationen voranzutreiben, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und fundierte Geschäftsentscheidungen zu unterstützen. Sie arbeiten eng mit anderen Führungskräften zusammen, um eine datengetriebene Unternehmenskultur zu fördern und die Effizienz der Datenprozesse zu maximieren. Durch ihre Expertise tragen CDOs wesentlich zur Transformation und zum Erfolg von Finanzinstituten bei.


Wozu wird ein CDO gebraucht? Bisher hat es doch funktioniert mit Fachbereich und IT, oder nicht?

Die Nutzung der Daten wird komplexer und vernetzter, Daten müssen über einzelne Fachdisziplinen konsistent sein. Effizienz ist notwendig in der Datenaufbereitung aller Datennutzer, der Priorisierung der Anforderungen über verschiedene Fachbereiche sowie in der Gestaltung eines einheitlichen Governance-Rahmens.

Was macht die Rolle des CDO aus? Wofür ist er zuständig? Wie funktioniert das Zusammenspiel mit den Fachbereichen und der IT.

Marktdynamiken, technologische Quantensprünge und ein ungekannter Druck durch die internationalen Aufsichtsbehörden erfordern eine zentrale Funktion, die die Datenagenda von Banken zentral zusammenführt, stringent steuert und neue Türen öffnet.

Diese Funktion erfüllt der CDO, er ist:

  • Standardsetzer: Der CDO definiert Standards für das Datenmanagement und wacht über deren Umsetzung (Data-Dictionary, Übersicht Data-Owner, Lineage, Kontrollen …)
  • „Eigentümer“ von Querschnittsfunktionen: Alle Funktionen, die nicht einer einzigen Disziplin zugeordnet werden können, sind Querschnittsfunktionen. Hier handelt es sich etwa um zentrale Datendrehscheiben (DHW, Lake etc), deren Struktur, Versorgungsprozesse und zentrale Funktionalitäten (Bildung Kreditnehmereinheiten, Erzeugung von bestimmten Schlüsselattributen wie aufsichtsrechtliche Branchenkennzeichen, etc.)
  • Manager der Anforderungen: Hierzu zählt die Aufnahme der Anforderungen an Architekturanpassungen, Analyse der Auswirkungen / Abgleich mit anderen Anforderungen, Steuerung der zeitlichen Taktung/Umsetzung
  • Wächter über die Architektur und Schnittstellenlandschaft: Der CDO sorgt dafür, dass jederzeit klar ist wo die „Golden Source“ für Informationen liegt, dass Anwendungen, DWHs, Data Lakes und Schnittstellen sinnvoll erweitert oder neue Komponenten aufgebaut werden. Er vermeidet Redundanzen und hebt Synergien.
  • Und ja – auch die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen (an das Datenmanagement) bleibt Aufgabe des CDO. Er bleibt zentraler Ansprechperson für externe und interne Prüfer und die Aufsicht 

Seit 2020 ist das regulatorische Umfeld komplexer geworden und der Druck seitens der Aufsichtsbehörden ist enorm gestiegen.

Selbst große Finanzinstitute, die zuvor hohe Summen (bis zu dreistellige Millionenbeträge) in Datenmanagementlösungen investierten, sind betroffen:

  • Es werden mehr Feststellungen getroffen (im zweistelligen Bereich),
  • von denen immer mehr als kritisch angesehen werden (F4 – sehr starke Auswirkungen).

Der CDO befindet sich in der richtigen Position, um die mit dem Inhalt der Feststellungen verbundenen Herausforderungen zu meistern:

  • Klare Verantwortung (Top-down):
    • Der CDO trägt die zentrale Verantwortung
    • Voranbringen der Datenagenda, etwa die Einführung einer Datenstrategie sowie Quantifizierung der Umsetzungserfolge
    • Direkte Berichtslinie zum Vorstand
  • Effektive Datenmanagementlösungen
  • Durchsetzung von Standards im operativen Geschäft und in der IT
  • Mitwirkung und Vertretung in allen relevanten Gremien mit zentraler Rolle bei der Durchsetzung von Grundsätzen zum Datenmanagement

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