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Bei der Umsetzung und dem flächendeckenden sowie föderal übergreifenden Roll-out der OZG-Leistungen im gesamten Bundesgebiet sind eine Vielzahl spezifischer Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. So müssen teils auch bundes- und europarechtlich verankerte fachliche, organisatorische und politische Vorgaben eingehalten werden. Beispiele hierfür sind die Vorgaben der Europäischen Verordnung zum „Single Digital Gateway“ (SDG), die mit der Vergabe von Konjunkturmitteln einhergehende Umsetzung und Nachnutzungskoordination nach dem „Einer für Alle“  - Prinzip (EfA) oder der Anschluss der Kommunen an die Landesportale.

Trotz der Vielzahl an Steuerungselementen und aufgesetzten Instruktionen unterliegen die Umsetzungsanforderungen einem großen Gestaltungsspielraum. Denn viele Leitlinien sind nur unpräzise formuliert oder bedürfen einer weiteren Ausgestaltung durch die Länder. Daraus ergeben sich sowohl in der Gesamtstrategie, im Programmmanagement als auch in den einzelnen Umsetzungsprojekten der Länder und Kommunen strategische Fragestellungen, die wir gemeinsam mit Ihnen lösen möchten.

Das Onlinezugangsgesetz umsetzen und weiterdenken

Wir entwickeln nach Ihrem Bedarf eine auf die situativen Anforderungen zugeschnittene Strategie. Dabei können wir auf die Erfahrungen aus unseren einzelnen Leistungsbausteinen aufbauen und so von der übergreifenden Projektsteuerung über die technologischen Aspekte der Entwicklung und Anbindung bis hin zu Kommunikationskonzepten als Teil des Veränderungsmanagements alle zu beachtenden Aspekte zur erfolgreichen Erfüllung des Onlinezugangsgesetzes einbringen. Dabei sehen wir derzeit drei Kernbedarfe:

  1. Landesstrategien zur OZG-Umsetzung in den Kommunen
  2. Strategien des Programmmanagements zur Erzeugung von Synergien
  3. Entwicklungsstrategien zur Weiterführung des OZG

 

Derzeit ist zu beobachten, dass vordergründig in den Kommunen die Digitalisierung nicht schnell genug vorankommt. Gründe können wir in uneinheitlichen Informationswegen, einer zu geringen Einbindung in die Landes- und Bundesplanungen sowie in nicht sicheren Rechtsgrundlagen finden. Auf Landesebene beschleunigt das Konjunkturpaket derzeit zwar die Umsetzungsprojekte, jedoch fehlt es hier an Synergien zwischen den Einzelprojekten. Gerade im Bereich der Nachnutzungsorganisation nach dem EfA-Prinzip kann eine engere Abstimmung zu vereinfachten Roll-outs führen und organisatorische Fragen an einer Stelle gebündelt lösen. Unberücksichtigt bleiben in vielen Umsetzungsprojekten derzeit auch die verwaltungsinternen Prozesse. Um die Vorteile digitaler Anträge vollkommen auszufüllen, ist deren Beachtung unerlässlich. Zudem gilt es auch weiterführende Fragestellungen im Blick zu behalten und überholte Anforderungen des OZGs neu zu denken. Möglichkeiten sehen wir in automatisierten Antragsverfahren. Zukünftig könnten bei der Geburt eines Kindes Anmeldeverfahren beim Standesamt, der Krankenkasse oder die Anträge auf Kinder- und Elterngeld bereits vom Krankenhaus angestoßen werden, sodass die Bürgerin oder der Bürger gar keinen Antrag mehr stellen muss oder seine Zustimmung für alle Prozesse zugleich initiiert.

Durch gemeinsame Zielentwicklung die operativen Projekte stärken

In jedem Fall begleiten wir Sie bei der Erarbeitung, Einführung, Umsetzung, Weiterentwicklung und Nachbereitung Ihrer gewünschten Strategie. Dabei integrieren wir unsere Konzepte in bereits vorhandene Konzepte, achten auf die Einbindung aller Stakeholder und eröffnen Ihnen neue Perspektiven. Dazu nutzen wir unter Berücksichtigung Ihrer spezifischen Situation erfolgreich erprobte und gängige Methoden der Strategieentwicklung. Unser Ansatz besteht in der starken Einbindung aller relevanten Akteure. Denn nur kollektiv entwickelte strategische Ansätze können auch nachhaltig umgesetzt werden, da sie von den Einzelnen operativ getragen werden müssen. Wir setzen hierzu standardisierte Analysemethoden ein, wie beispielsweise die STEP-Analyse, welche politische, ökonomische, sozio-kulturelle und technologische Einflussfaktoren in die Analyse einbezieht, um Ihr Organisationsumfeld zu betrachten. Ihre strategischen Ziele und Kennzahlen haben wir mit der Balanced Scorecard im Blick. In Workshops identifizieren wir Ursachen-Wirkungszusammenhänge (Ishikawa-Diagramm) und ermitteln mithilfe der SWOT-Analyse strategische Handlungsempfehlungen. Dabei werden auch die Vorgaben, Empfehlungen und Hilfestellungen der föderalen IT-Kooperation (FITKO) und des Föderalen Informationsmanagements (FIM) berücksichtigt.

Damit verhelfen wir Ihnen zum Erfolg

Das Ziel dieses Leistungsbausteins ist ein Umsetzungskonzept mit konkreten Handlungsempfehlungen. Außerdem werden in diesem Zusammenhang auch mögliche Veränderungen in der Organisationsstruktur (Aufbau- und Ablauforganisation) betrachtet und bewertet sowie ggf. notwendige Kommunikationsmaßnahmen mit dem Veränderungsmanagement abgestimmt. Die übergreifende Steuerung im Projekt- und Programmmanagement wird in einer strategischen Ausprägung über verschiedene Workshops gewährleistet. Wir entwickeln eine Strategie sowie ein Konzept mit Maßnahmen zur OZG-Umsetzung, welches Ihnen einen nachhaltigen und praxisorientierten Nutzen bietet und zukünftig als Leitfaden für weitere Digitalisierungsmaßnahmen über das OZG hinaus dienen kann.

Sie profitieren von unseren Beraterteams, welche umfangreiche Erfahrungen in der strategischen Ausgestaltung und den damit einhergehenden Herausforderungen mitbringen. Dabei achten wir auf die richtige Mischung aus zertifizierten OZG-Experten und Fachspezialisten einzelner Umsetzungskriterien, um einen perfekten Gesamtüberblick gewährleisten zu können.

Durch unsere Erfahrungen auf allen Umsetzungsebenen garantieren wir Ihnen zudem Konzepte aus einem Guss.

Mitautoren: Dominika Zedler, Maximilian Kaehne