Kirchengemeinden stehen unter finanziellem Druck, weil ihre finanzielle Basis durch Kirchenaustritte schmäler wird. Personalstellen können aufgrund von Demografie oft genug nicht mehr besetzt werden, was nur manchmal durch ehrenamtliches Engagement ausgeglichen werden kann. Sparen in der Verwaltung wäre durch Digitalisierung möglich, hierfür müssen aber zunächst Investitionen in IT, Schulungen und Organisationsstrukturen getätigt werden.
All diese Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassung der Organisation und der Verwaltung der Kirchengemeinden. Nach den Grundsätzen der Subsidiarität sollen einerseits möglichst viele Verwaltungsleistungen vor Ort erbracht werden (beispielsweise Bescheinigungen, Verwaltung der Immobilien). Andererseits sollen nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit Verwaltungsleistungen der Kirchengemeinden gebündelt werden (beispielsweise IT, Instandhaltung Gebäude, Personalabrechnung). Wie kann dieses Spannungsfeld zwischen Subsidiarität und Synergie aufgelöst werden?
Welche organisatorischen Einheiten können dabei Aufgaben übernehmen (Bistum / Landeskirche, Verwaltungsdienstleister, Kirchengemeinde, weitere Rechtsträger)? Wie kann Verantwortung in diesen organisatorischen Einheiten verteilt werden? Kann Digitalisierung den Kirchengemeinden Synergien bringen? Wie kann die Verwaltung von Einrichtungen (Kindergärten, Sozialeinrichtungen, Tagungsräume) geeignet strukturiert werden? Welche Rolle spielen in dieser Transformation Bistümer und Landeskirchen?
Über diese und weitere Fragen wollen wir im Rahmen von einer Podiumsdiskussion und Breakoutsessions mit Ihnen ins Gespräch kommen.