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      Viele Industrieunternehmen stehen aktuell vor der schwierigen Entscheidung, wie sie mit unproduktiven oder unrentabel gewordenen Standorten umgehen sollen.

      Ein Werk beispielsweise zu verkaufen, wird durch Überkapazitäten, veränderte Nachfrage, hohe Fixkosten und ein selektives Käuferumfeld erschwert. Eine Werkschließung ist kostenintensiv und operativ komplex. Unternehmen riskieren außerdem Reputationsschäden sowie den Verlust von Wissen und Kompetenzen, wenn sie einen Standort vollständig aufgeben. 

      Bei der Wahl der passenden Option für die künftige Bestimmung einer Produktionsfläche – Werksverkauf, Werksoptimierung, Umnutzung oder Werkschließung – gilt es daher, strukturiert und vorausschauend zu agieren. Denn: Standortentscheidungen sind strategische Richtungsentscheidungen. Jede Option hat unterschiedliche Implikationen für Wert, Risiko und Umsetzbarkeit.

      1. Werksverkauf

      Ein Werksverkauf ist sinnvoll, wenn ein Standort nicht mehr zur strategischen Ausrichtung eines Unternehmens passt, aber eine marktgängige Asset-Qualität aufweist. Dieser Schritt erfordert eine realistische Bewertung, fundiertes Käuferverständnis und eine sorgfältige Vorbereitung.

      2. Werksoptimierung

      Wenn der Standort grundsätzlich tragfähig ist, aber strukturelle Anpassungen benötigt, bietet sich eine Werksoptimierung an. Faktoren wie Kapazitätsanpassung, Produktmix und Kostenstruktur sollten berücksichtigt werden.

      3. Repurposing

      Eine alternative Nutzung sollte in Betracht gezogen werden, wenn der industrielle Betrieb nicht mehr sinnvoll ist, das Standort aber Potenzial besitzt. Als neue Nutzungsoptionen können eine alternative industrielle Produktion, ein Logistikcenter oder eine Drittverwertung sein.

      4. Werkschließung

      Eine Werkschließung ist in der Regel die zuletzt erwogene Option. Sie ist komplex, sensibel und mit erheblichen Folgekosten verbunden. Bei der erforderlichen strukturierten Planung wird sowohl HR‑ und Immobilien‑Know-how als auch Kommunikationskompetenz benötigt.


      Unser Ansatz: Eine One‑Stop‑Solution für Standortentscheidungen

      Wir begleiten Standortentscheidungen ganzheitlich und über den gesamten Lebenszyklus mit den folgenden Schwerpunkten:

      • Standort‑ und Wirtschaftlichkeitsbewertung
      • M&A‑Beratung und Werksverkauf
      • Immobilien‑ und Repurposing‑Konzepte
      • Restrukturierung, HR und Transformation
      • Governance, Kommunikation und Umsetzung

      Starten Sie Ihre Standortentscheidung mit einem Gespräch. 


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      Was bei strategischen Standort­entscheidungen zu berücksichtigen ist

      Ein strukturierter, multidisziplinärer Blick hilft, Optionen realistisch zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen.

      Leitfrage:

      Brauchen wir diesen Standort künftig – und wenn ja, wofür genau?

      • Passt der Standort langfristig zur Unternehmensstrategie?
      • Ist der Standort für das zukünftige Produkt‑ und Marktportfolio relevant?
      • Handelt es sich um einen Kern‑, Unterstützungs‑ oder Auslaufstandort?
      • Gibt es strategische Alternativen (beispielsweise Konsolidierung oder Verlagerung)?
      • Welche Rolle spielt der Standort im globalen Produktions‑Footprint?

      Leitfrage:

      Ist der Standort wirtschaftlich tragfähig – sowohl aktuell als auch längerfristig?

      • Ist die aktuelle und zukünftige Auslastung realistisch bewertet?
      • Ist die Fixkostenstruktur transparent dargestellt (Personal, Energie, Instandhaltung)?
      • Ist der Investitionsbedarf (Capex) für Erhalt oder Weiterentwicklung bekannt?
      • Wie sehen Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Werken aus?
      • Wurde die Sensitivität bei Nachfrageschwankungen analysiert?

      Leitfrage:

      Lässt sich der Standort tatsächlich verkaufen – oder nur theoretisch?

      • Gibt es ein realistisches Käuferuniversum für den Standort?
      • Ist das aktuelle Nutzungskonzept marktgängig – oder nur intern sinnvoll?
      • Bestehen Abhängigkeiten (Kunden, Lieferanten, Konzernfunktionen)?
      • Ist der Standort Carve‑out‑fähig (rechtlich, operativ, IT)?
      • Wurden alternative Nutzungskonzepte geprüft, um die Attraktivität zu erhöhen?

      Leitfrage:

      Welches wirtschaftliche Potenzial hat der Standort jenseits der heutigen Nutzung?

      • Wurden alternative industrielle oder gewerbliche Nutzungen identifiziert?
      • Sind Lage, Infrastruktur und Flächenzuschnitt für andere Nutzungen geeignet?
      • Sind Restriktionen (Bebauungspläne, Altlasten, Umweltauflagen) bekannt?
      • Wurde die Wirtschaftlichkeit einer alternativen Nutzung belastbar bewertet?
      • Sind externe Partner und/oder Investoren denkbar?

      Leitfrage:

      Sind die personellen Auswirkungen realistisch eingeplant und verantwortbar gemanagt?

      • Wurde die Mitarbeiterstruktur (Alter, Qualifikation, Bindung) analysiert?
      • Sind tarifliche, arbeitsrechtliche und mitbestimmungsrelevante Themen geklärt?
      • Wurden Sozialplan‑, Transfer‑ oder Qualifizierungsmaßnahmen berücksichtigt?
      • Wurden Auswirkungen auf Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung bewertet?
      • Ist die interne Kommunikation vorbereitet?

      Leitfrage:

      Ist die Entscheidung finanziell, operativ und reputativ beherrschbar?

      • Wurden einmalige Kosten (Restrukturierung, Schließung, Transaktion) quantifiziert?
      • Sind laufende Effekte auf Ergebnis und Cashflow bewertet?
      • Wurden Reputations‑ und Kommunikationsrisiken eingeschätzt?
      • Ist die zeitliche Umsetzbarkeit realistisch geplant?
      • Sind Governance, Entscheidungswege und Projektverantwortung klar definiert?

      Leitfrage:

      Sind wir entscheidungsfähig – oder vertagen wir aus Unsicherheit?

      • Wurden klare Entscheidungsoptionen formuliert (einschließlich eines Do‑Nothing‑Szenarios)?
      • Ist eine Entscheidungsvorlage für Vorstand und/oder Geschäftsführung vorbereitet?
      • Wurde externe Expertise frühzeitig eingebunden (M&A, Real Estate, HR)?
      • Ist ein vertraulicher Austausch vor interner und/oder öffentlicher Kommunikation erfolgt?

      Sprechen Sie mit uns über Ihre Standortoptionen.

      Ihre Ansprechperson

      Jens Schmoll

      Partner, Deal Advisory - Valuation

      KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft